Aktuelle Informationen der Kelheim Fibres GmbH

24. Oktober 2018

Brand in der Viskosefaserproduktion von Kelheim Fibres


Am Sonntag, den 14. Oktober, brach gegen 10:00 Uhr ein Feuer im Herzstück der Faserproduktion von Kelheim Fibres aus. Die firmeneigene Werksfeuerwehr konnte das Feuer mit der Unterstützung von Feuerwehren aus der Umgebung gegen 13:00 Uhr löschen. Dabei erlitt ein Mitarbeiter leichte Verletzungen, Schwerverletzte gab es nicht. Auch zu umweltgefährdenden Emissionen kam es nicht.

Das Feuer hat einige Teile der Faser-Spinnstraßen stark beschädigt, insbesondere die elektrische Verkabelung, und auch strukturelle Schäden in Teilen des Spinnsaals hinterlassen. Derzeit arbeiten zwei Spezialisten-Teams daran, das Gebäude zu sichern, Rückstände des Brandes zu entfernen und den Produktionsbereich zu reinigen.

Nach einer ersten Bewertung des entstandenen Schadens wurde ein vorläufiger Plan für die Wiederinbetriebnahme der Produktionsstraßen entwickelt. Der Plan sieht vor, die beiden ersten Linien Ende Oktober 2018 wieder anzufahren, weitere zwei Ende November 2018. Vier Linien sollen vier Monate später folgen und die beiden verbleibenden schließlich acht Monate später.

Kelheim Fibres ist in direktem Kontakt mit ihren Kunden und hat sie über die voraussichtlichen Auswirkungen des Brandes auf die Liefersituation informiert.



03. September 2018

Kaum zu sehen, aber wirkungsvoll:
Kelheim Fibres stellt transparente Viskose-Spezialfaser in Dornbirn vor


Die Viskosefaser „Leonardo“ des bayerischen Spezialfaserherstellers Kelheim Fibres ist eine extrem glatte und flache Viskosefaser mit einem Breite-Dicke-Verhältnis von bis zu 1:40. Diese besondere Geometrie mit den parallelen Seiten verleiht der Faser ihre einzigartigen Charakteristiken:
In Vliesstoffen punktet sie durch ihre Hautfreundlichkeit und die gute Feuchtigkeitsaufnahme, typische Eigenschaften von Viskosefasern, die hier noch verbessert werden konnten. Im Gegensatz zu anderen Viskosefasern besticht Leonardo darüber hinaus aber auch durch sehr hohe Transparenz – eine Eigenschaft, die insbesondere in kosmetischen Tuchmasken auf dem asiatischen Markt stark nachgefragt ist. Eine transparente Gesichtsmaske suggeriert nicht nur eine hohe Feuchtigkeitsbeladung, sie ermöglicht auch ein unauffälliges Tragen der Maske in Alltagssituationen. Auch in anderen Nonwovens-Anwendungen kann Transparenz Vorteile bieten, etwa in Teebeuteln, durch die man den Inhalt sehen kann. Der mögliche Einsatzbereich beschränkt sich aber nicht nur auf Nonwovens: In Textilen kann die transparente Leonardo-Faser in Effektgarnen für einen speziellen Look sorgen.
Dabei besteht Leonardo – wie alle Viskosespezialitäten von Kelheim Fibres – zu 100 % aus dem nachwachsenden Rohstoff Zellulose und ist somit auch vollständig biologisch abbaubar.
Dr. Ingo Bernt aus dem F&E-Team des bayerischen Faserexperten wird Leonardo beim diesjährigen Global Fiber Congress in Dornbirn dem Fachpublikum vorstellen. Für weitere Gespräche und mit vielen weiteren Spezialfasern im Gepäck stehen er und seine Kollegen während des Kongresses am Infostand von Kelheim Fibres gerne zur Verfügung.



19. Juli 2018

Kelheim Fibres‘ Viskose-Spezialfaser VILOFT® mit dem „Leuchturm“

des Umweltcluster Bayern ausgezeichnet


Das Projekt „Biologisch abbaubares feuchtes Toilettenpapier mit der Viskose-Spezialfaser VILOFT®“ des bayerischen Viskosefaserherstellers Kelheim Fibres wurde mit dem „Leuchtturm“ des Umweltcluster Bayern ausgezeichnet. Feuchte Toilettentücher mit der VILOFT®-Kurzschnittfaser lösen sich aufgrund des speziellen Faserquerschnitts im Abwasserstrom sehr schnell auf und können daher bequem über die Toilette entsorgt werden. Da VILOFT® zu 100 % aus Zellulose besteht, sind die Tücher auch vollständig biologisch abbaubar und stellen so weder eine Belastung für die Abwassersysteme noch für die Umwelt dar.
Die Auszeichnung Leuchtturmprojekt wird jährlich vom Umweltcluster Bayern an besonders herausragende Umwelttechnologie-Projekte mit Signalwirkung verliehen, die bereits erfolgreich umgesetzt wurden und wirtschaftlich arbeiten.
„Wir beschäftigen uns seit mehr als zehn Jahren mit dem Thema „toilettengängige Feuchttücher“. Inzwischen gibt es gute Lösungen und wir sind stolz, dass wir mit unseren Fasern Wasserwirtschaft und Umwelt unterstützen können. Neben der technischen Lösung ist aber auch die Bewusstseinsbildung bei den Verbrauchern eine der großen Herausforderungen bei diesem Thema – die Auszeichnung als Leuchtturmprojekt leistet dazu einen wertvollen Beitrag und wir sind stolz, als Vorzeigeprojekt ausgewählt worden zu sein!“, freut sich Matthew North, Commercial Director bei Kelheim Fibres, über den Preis.

© Umweltcluster Bayern
Bei der Preisverleihung(v.l.n.r.):
Marcus Neppl (WILO SE), Richard Hummel, Anke Pelz (Stadtentwässerung Nürnberg), Dr. Stephanie Kauf-Schraml (Schraml GmbH), Matthew North (Kehlheim Fibres GmbH), Mario Hübner (WILO SE), Prof. Reinhard Büchl (Clustersprecher).
Foto: © Umweltcluster Bayern.



19. April 2018

Kelheim Fibres mit Viskosefasern für Desinfektionstücher und vielen anderen Spezialitäten auf der ANEX


Eine der neuesten Entwicklungen aus dem Hause Kelheim Fibres werden die bayerischen Viskose-Spezialfaserhersteller auf der diesjährigen ANEX zum ersten Mal einem breiten Fachpublikum vorstellen: Die Spezialfaser Danufil® QR ist perfekt abgestimmt auf den Gebrauch in Desinfektionstüchern, einem Anwendungsbereich, in dem Viskosefasern bisher trotz ihres hervorragenden Fluidmanagements kaum punkten konnten.
Der Grund dafür: Standardviskosefasern binden aufgrund ihrer negativen Ladungen die sogenannten Quats (quartäre Ammoniumverbindungen), häufig verwendete desinfizierende Wirkstoffe mit positiver Ladung, an sich, so dass diese für ihren eigentlichen Zweck nicht mehr zur Verfügung stehen. Bis zu 80 % der Wirkung gehen so verloren! Diesem Missstand macht die positiv geladene Spezialfaser Danufil® QR nun ein Ende, indem es den unerwünschten Effekt auf unter 10 % reduziert. Damit erweitert Kelheim Fibres seine ohnehin schon vielfältige Produktpalette, insbesondere im Bereich Wipes und Hygiene. Ein anderes Beispiel ist die flache Kurzschnittfaser VILOFT®, mit der Veröffentlichung der neuesten Flushability-Guidelines (GD 4) durch die INDA/EDANA aktueller denn je. VILOFT® Kurzschnittfasern ermöglichen die Herstellung spülbarer Feuchttücher, die sich im Abwassersystem so schnell auflösen, dass auch die deutlich strengeren Anforderungen der GD 4 sicher eingehalten werden können. Natürlich bestehen VILOFT®-Fasern wie alle anderen Fasern aus dem Hause Kelheim vollständig aus Zellulose und sind damit in kurzer Zeit vollständig biologisch abbaubar, was einer weiteren Anforderung der Flushability-Guidelines entspricht – und einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leistet: Nur wenn wir synthetische Materialien durch biobasierte Stoffe ersetzen, können wir den Kunststoffmüll in der Umwelt und insbesondere in den Weltmeeren verringern! Ebenfalls im Gepäck der Kelheimer ist natürlich auch die etablierte Spezialfaser Galaxy®, die weltweit führende Viskosefaser für Tampons und alle Anwendungen, in denen erhöhte Saugfähigkeit gefordert ist, sowie viele andere Viskosespezialitäten.
Das Team von Kelheim Fibres freut sich auf zahlreiche Besucher an Stand 737 in der East Hall 1.



10. April 2018

Jubiläum bei Kelheim Fibres


Am Montag, den 09. April, wurde beim Spezialfaserhersteller Kelheim Fibres die vier-millionste Tonne Viskosefasern hergestellt!
Die „Jubiläumstonne“ wurde auf der Straße 2 produziert und ist vom Typ Galaxy® – passend, findet Produktionsleiter Konrad Brunner: „Diese Fasertype geht in die Tamponindustrie, eines unserer wichtigsten Standbeine. Die Faser vereint unsere Stärken: Weltweit einzigartige, patentierte Fasereigenschaften treffen auf Produktionsbedingungen, die den strengen Hygieneanforderungen dieses sensiblen Endprodukts gerecht werden. Nicht umsonst haben wir uns hier eine weltweit führende Position erarbeitet.“
Wenn man bedenkt, dass alleine aus einer Tonne Viskosefasern rund 5.000 T-Shirts oder sogar 500.000 Tampons gefertigt werden können, dann hat man vielleicht eine kleine Vorstellung davon, wie viele Menschen auf der ganzen Welt schon mit den Kelheimer Viskosefasern in Berührung gekommen sind.
Auch Geschäftsführer Craig Barker ist stolz auf das „Jubiläum“: „Sicherlich gibt es größere Viskosefaseranlagen als unsere. Fabriken, die die gleiche Menge an Fasern in kürzerer Zeit produzieren können. Aber es gibt niemanden sonst, der über 80 Jahre Erfahrung in jede seiner Fasern stecken kann. Bei uns arbeiten Familien zum Teil schon in der dritten oder gar vierten Generation. Diese Verbundenheit der Mitarbeiter zum Unternehmen, ihr Engagement und ihr Know-How sind eine tragende Säule unseres Erfolgs: Gemeinsam mit unserer konsequenten Innovations-Strategie und mit unseren kleineren und flexiblen Produktionsstraßen machen uns vor allem unsere Mitarbeiter zum weltweit führenden Hersteller von Viskose-Spezialfasern. Diese Position weiter auszubauen, das ist unser Ziel bis zur fünf-millionsten Tonne und darüber hinaus!“

4.000.000. Tonne Viskosefasern aus Kelheim
Produktionsleiter Konrad Brunner (rechts) und ein Teil seines Teams stellen die 4.000.000. Tonne Viskosefasern aus Kelheim vor.



07. März 2018

Kelheim Fibres mit dem USDA Certified Biobased Product Label ausgezeichnet


Der Bayerische Hersteller von Viskosespezialfasern Kelheim Fibres wurde mit dem „USDA Certified Biobased Product“-Label des US-Landwirtschaftsministeriums ausgezeichnet. Die Produkte DANUFIL®, GALAXY® und VILOFT® können nun mit diesem Zeichen ihren biobasierten Ursprung betonen. Die unabhängige Überprüfung erfolgt durch das USDA BioPreferred®-Programm, eine Initiative aus dem amerikanischen Agrargesetz von 2002 (erweitert 2014). Eines der Ziele des USDA BioPreferred-Programms ist die Entwicklung, den Kauf und Gebrauch von biobasierten Produkten zu fördern. Der Gebrauch von biobasierten und damit erneuerbaren Materialien verringert den Bedarf an nichterneuerbaren, erdölbasierten Chemikalien.
Sie spielen eine zunehmend wichtige Rolle bei der Reduktion der Treibhausgase, die den globalen Klimawandel vorantreiben. Biobasierte Produkte sind preislich wettbewerbsfähig, leicht verfügbar und schneiden im Hinblick auf ihre Performance genauso gut oder besser ab als ihre herkömmlichen Gegenstücke.
„Unsere Fasern werden vollständig aus Holz-Zellstoff gemacht. Sie verbinden perfekt die Vorteile eines Produkts aus erneuerbaren Rohstoffen mit den Möglichkeiten der industriellen Produktion wie etwa der gleichbleibenden Qualität oder der Anpassungsmöglichkeiten an die Kundenbedürfnisse.“, sagt Horst Wörner, Business Manager bei Kelheim Fibres. „Eine richtige und verständliche Kennzeichnung biobasierter Produkte hilft Bewusstsein zu schaffen für die Vorteile solcher Artikel. Das “USDA Certified Biobased Product”-Label ergänzt hier hervorragend unsere bisherigen Auszeichnungen wie z.B. das „kompostierbar“-Zeichen oder das OK biodegradable MARINE-Zertifikat.“
„Wir gratulieren Kelheim Fibres zum USDA Certified Biobased Product Label“, so Kate Lewis vom USDA BioPreferred Programm. „Produkte von Kelheim Fibres tragen zu einem stetig wachsenden Markt bei, der unsere Abhängigkeit von Erdöl verringert.“

Um mehr über das “USDA Certified Biobased Product”-Label zu erfahren, besuchen Sie www.biopreferred.gov oder folgen Sie auf Twitter http://twitter.com/BioPreferred